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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer
  • Beleglage:Leitlinie
  • Status:In Deutschland zugelassen

Chirurgische Eingriffe

Kryochirurgie

Vereisung einzelner Läsionen mit flüssigem Stickstoff. Die schnellste Behandlung aktinischer Keratosen.

Auch: Vereisung · Kryotherapie

Wirkprinzip
Flüssiger Stickstoff zerstört das Gewebe durch Gefrieren; die Läsion stößt sich anschließend ab.
Körperregion
Kopfhaut · Gesicht · Hände
Sitzungen
Meist eine je Läsion
Ausfallzeit
Kurz — die Leitlinie ordnet sie unter Therapiedauer „kurz" (unter einer Woche) ein
Wirkdauer
Läsionsgerichtet; neue Läsionen im geschädigten Feld bleiben möglich
Hauptrisiko
Hypopigmentierte Narben; Nichtansprechen bei dickeren Läsionen

Ungeeignet, wenn: eine Feldkanzerisierung vorliegt — dann greifen läsionsgerichtete Verfahren zu kurz.

Einordnung nach Therapiedauer

Die S3-Leitlinie gliedert die Interventionen bei aktinischer Keratose nach der Behandlungsdauer. Die Kryochirurgie steht in der Gruppe kurz (unter einer Woche) — gemeinsam mit chirurgischen Verfahren, Chemoexfoliation, Dermabrasio, Laserverfahren und der photodynamischen Therapie.

Zum Vergleich: Topische Verfahren brauchen mittel (1–6 Wochen) oder lang (ab 6 Wochen).

Das ist der praktische Vorteil: eine Sitzung, sofort erledigt.

Läsionsgerichtet, nicht feldgerichtet

Die Kryochirurgie behandelt einzelne Läsionen. Bei einer Feldkanzerisierung — also flächig geschädigter Haut mit sichtbaren und noch unsichtbaren Veränderungen — erreicht sie nur, was man sieht.

Die Leitlinie empfiehlt für diesen Fall ausdrücklich Kombinationen: Eine primäre oder sequentielle Kombinationstherapie aus verschiedenen feld- oder läsionsgerichteten Verfahren sollte für die aktinische Keratose angeboten werden (Empfehlungsgrad B, Level of Evidence 1).