- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Aktinische Keratosen
Frühform des hellen Hautkrebses. Bei flächigem Befall sind Laser und photodynamische Therapie der Operation überlegen.
Auch: Feldkanzerisierung · Lichtschwielen
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Kopfhaut · Gesicht · Hände
- Sitzungen
- Mehrere, je nach Fläche
- Ausfallzeit
- Deutlich; Abheilungsphase
- Wirkdauer
- Nachsorge erforderlich, Neubildung möglich
- Hauptrisiko
- Unvollständige Behandlung mit Übersehen invasiver Anteile
Ungeeignet, wenn: ein invasives Karzinom nicht ausgeschlossen wurde — dann ist die histologische Sicherung vorrangig.
Warum das ein Männerthema ist
Aktinische Keratosen entstehen durch kumulative UV-Belastung. Besonders betroffen sind Areale ohne Haarschutz — bei Männern mit lichtem Haar also die Kopfhaut, dazu Stirn, Ohren und Handrücken.
Warum Operation hier oft nicht passt
Die Leitlinie hält fest: Für die flächig nicht-infiltrativen Varianten des nicht-melanozytären Hautkrebses — aktinische Keratosen und Feldkanzerisierung — ist der operative Ansatz nicht sinnvoll und bei sehr großen Flächen gegebenenfalls auch nicht möglich.
Aktinische Keratosen können mittels ablativer Laserverfahren zum Teil nachhaltig entfernt werden. Neben flüssigem Stickstoff oder Topika empfiehlt sich die photodynamische Therapie (PDT) als selektives Verfahren auch bei flächigen Ausprägungen geringer Dicke.
Bei Nutzung des Laser-assisted drug delivery erreicht die laserassistierte PDT bessere Abheilungsraten.
Einordnung
Dies ist keine ästhetische Behandlung, sondern die Therapie einer Krebsvorstufe. Sie gehört in dermatologische Hand — mit Nachsorge.