- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Fraktionierte Photothermolyse
Laserbehandlung in mikroskopischen Säulen statt flächig. Kürzere Abheilung — bei Narben und Dehnungsstreifen das erfolgreichste Verfahren.
Auch: Fraktionierter Laser · Fraxel-Prinzip
- Wirkprinzip
- Die Energie wird in mikroskopisch kleinen Säulen appliziert; das umliegende unbehandelte Gewebe dient als Reservoir für die Heilung. Stimuliert den Durchsatz der Epidermis und das Remodelling des dermalen Kollagens.
- Körperregion
- Gesicht · Körper
- Sitzungen
- Mehrere im Abstand von Wochen
- Ausfallzeit
- Geringer als bei flächiger Ablation
- Wirkdauer
- Anhaltend
- Hauptrisiko
- Postinflammatorische Hyperpigmentierung, besonders bei dunkleren Hauttypen
Ungeeignet, wenn: eine Keloidneigung besteht — die Leitlinie verlangt deren Ausschluss vor der Behandlung.
Warum fraktioniert
Bei der fraktionierten Photothermolyse wird nicht die ganze Fläche behandelt, sondern ein Raster mikroskopischer Säulen. Das unbehandelte Gewebe dazwischen beschleunigt die Heilung erheblich — der Grund, warum das Verfahren die flächige Ablation in vielen Indikationen abgelöst hat.
Laut Leitlinie werden dabei der Durchsatz der Epidermis und die Remodellierung des dermalen Kollagens stimuliert, was eine signifikante Verbesserung bei verschiedenen Arten von Narben bewirkt.
Bei Dehnungsstreifen
Dehnungsstreifen sind grundsätzlich schwierig zu behandeln. Ihre Histologie entspricht der von Narben. Frische Striae rubrae sind rot bis rosafarben; mit der Zeit werden sie weißlich und kleiner (Striae albae) — und Striae albae sind schwierig zu behandeln.
Unter den verwendeten Lasern erwiesen sich fraktionierte nicht-ablative Laser als am erfolgreichsten. Die Leitlinie betont für diese Indikation ausdrücklich die Bedeutung realistischer, auch vom Alter und der Lokalisation abhängiger Behandlungsziele.