Lexikon · Klinik
Striae distensae
Dehnungsstreifen. Histologisch Narben — und in der weißlichen Spätform schwer behandelbar.
Auch: Dehnungsstreifen · Striae rubrae · Striae albae
Dehnungsstreifen entstehen durch Überdehnung der Haut, etwa bei schnellem Wachstum oder Gewichtsveränderung. Die Leitlinie beschreibt den Verlauf präzise:
Striae rubrae sind neuere oder noch nicht abgeheilte Streifen — rote oder rosafarbene Bereiche mit flacher Haut, die bisweilen jucken. Meist werden sie zunächst länger und dunkler.
Striae albae entstehen daraus im Lauf der Zeit: Die Streifen nehmen eine weißliche Farbe an und werden kleiner.
Histologisch entsprechen Dehnungsstreifen Narben, ihre Entwicklung ist vergleichbar mit dem Abheilen einer Wunde.
Für die Behandlung folgt daraus die wichtigste Erwartungsanpassung: Striae albae sind schwierig zu behandeln. Fraktionierte nicht-ablative Laser erwiesen sich unter den verwendeten Systemen als am erfolgreichsten — die Leitlinie betont für diese Indikation ausdrücklich die Bedeutung realistischer, auch vom Alter und der Lokalisation abhängiger Behandlungsziele.