Lexikon · Klinik
Sonnenbrand
Akute UV-Schädigung der Haut. Die Leitlinie nennt seine Vermeidung als eigene Empfehlung.
Auch: Dermatitis solaris · Erythema solare
Ein Sonnenbrand ist eine akute Entzündungsreaktion der Haut nach zu hoher UV-Exposition. Die S3-Leitlinie führt „einen Sonnenbrand vermeiden” als eigenen Punkt ihrer Empfehlung zur UV-Exposition.
Warum er mehr ist als eine unangenehme Woche
Die Internationale Agentur für Krebsforschung stufte 1992 und erneut 2012 die Sonnenexposition als Hauptursache für die Entstehung des malignen Melanoms beim Menschen ein.
Die Leitlinie unterscheidet dabei Expositionsmuster: intermittierende Exposition, chronische Exposition, Gesamtexposition und den Sonnenbrand. UV-Strahlung kann etwa durch einen Sonnenbrand oder durch intermittierende Exposition als Initiator wirken.
Sie räumt zugleich ein, wie schwer diese Muster auseinanderzuhalten sind — besonders rückblickend, wenn die „UV-Geschichte” einer Person rekonstruiert werden soll, und wenn Wechselwirkungen mit Bräunungsfähigkeit, Augen-, Haarfarbe und Hauttyp hineinspielen.
Für die Praxis bleibt die einfache Regel: Der Sonnenbrand ist der eine Risikofaktor, den man vollständig selbst kontrolliert.