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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Klinik

Rosazea

Chronisch-entzündliche Gesichtserkrankung mit Rötung, Gefäßerweiterungen sowie Papeln und Pusteln. Bei Männern häufiger schwer verlaufend.

Auch: Rosacea · Kupferrose

Die Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gesichtshaut. Die Leitlinie führt sie unter den ICD-10-Codes L71.- (Rosazea), L71.1 (Rhinophym) und L71.8/L71.9.

Typisch ist ein Verlauf in Schüben mit anhaltender Rötung im zentralen Gesicht, erweiterten Gefäßen (Teleangiektasien) sowie entzündlichen Papeln und Pusteln. Eine Sonderform betrifft die Augen (Ophthalmorosazea).

Für Männer ist die Erkrankung aus zwei Gründen besonders relevant. Erstens wird sie häufig mit Akne verwechselt und dann falsch behandelt — Tretinoin etwa erbrachte bei Rosazea keine Verbesserung gegenüber Placebo und mehr Unverträglichkeiten. Zweitens ist das Rhinophym als Spätform nahezu auf Männer beschränkt.

Die Behandlung folgt den Komponenten getrennt: entzündliche Läsionen topisch mit Ivermectin, Metronidazol oder Azelainsäure, die Rötung mit gefäßwirksamen Präparaten, schwere Verläufe zusätzlich systemisch.