- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Wirkstoff
Ivermectin (topisch)
Antiparasitikum als Creme. Bei papulopustulöser Rosazea dem Standardpräparat Metronidazol in einer direkten Vergleichsstudie überlegen.
Auch: Soolantra · Ivermectin 1% Creme
- Anwendung
- Äußerlich
- Verschreibung
- Rezeptpflichtig
- Wirkprinzip
- Antientzündliche Wirkung sowie Wirkung gegen Demodex-Milben, die bei Rosazea vermehrt vorkommen.
- Dosis
- 1-prozentige Creme, einmal täglich
- Wirkeintritt
- Signifikanter Unterschied bereits nach drei Behandlungswochen
- Häufige Nebenwirkungen
- Hautreizung · Brennen
Ungeeignet, wenn: es sich um die rein erythematös-teleangiektatische Form ohne Papeln und Pusteln handelt.
Direkter Vergleich mit dem Standard
In einer direkten Vergleichsstudie mit 962 Patienten wurde Ivermectin 1-prozentige Creme einmal täglich über 16 Wochen mit Metronidazol-Creme 0,75 Prozent (zweimal täglich) bei Rosacea papulopustulosa verglichen.
Ergebnis: In der Ivermectin-Gruppe wurden deutlich früher — signifikant schon nach drei Behandlungswochen — und deutlich effektiver eine Abnahme der entzündlichen Läsionen und eine Verbesserung der Rosazea-Scores erreicht. Die lokale Verträglichkeit beider Präparate unterschied sich nicht wesentlich.
Rückfälle
Eine Nachbeobachtung über weitere 36 Wochen ergab, dass unter Ivermectin abgeheilte Patienten länger rezidivfrei blieben als nach erfolgreicher Metronidazol-Therapie:
| Kennzahl | Ivermectin | Metronidazol |
|---|---|---|
| Rezidivfreiheit | 115 Tage | 85 Tage |
| Rezidivfreie Tage insgesamt | 196 | 169,5 |
| Gesamtrezidivquote | 62,7 % | 68,4 % |
Bei schwerer Rosazea wurde Ivermectin 1 % Creme erfolgreich mit oralem niedrig dosiertem Doxycyclin (40 mg täglich) kombiniert.