Lexikon · Klinik
Rosacea papulopustulosa
Die entzündliche Form der Rosazea mit Papeln und Pusteln. Zielbild der zugelassenen Topika.
Auch: papulopustulöse Rosazea
Die Rosacea papulopustulosa ist die entzündliche Ausprägung der Rosazea: Papeln und Pusteln auf gerötetem Grund im zentralen Gesicht. Sie ist das Zielbild, für das die zugelassenen Topika geprüft wurden.
Die Leitlinie referiert die Zulassungsdaten: Eine 1-prozentige Ivermectin-Creme wurde 2015 in Deutschland zur Therapie der Rosacea papulopustulosa bei Erwachsenen zugelassen. In zwei parallelen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Zulassungsstudien mit insgesamt 1.371 Patienten zeigte sich eine deutliche Überlegenheit gegenüber der Cremegrundlage.
Im direkten Vergleich mit 962 Patienten war Ivermectin 1 % einmal täglich dem Standard Metronidazol 0,75 % zweimal täglich überlegen — signifikant bereits nach drei Behandlungswochen.
Die Verwechslung mit Akne ist der häufigste Fehler. Sie führt zu Tretinoin, das bei Rosazea keine Verbesserung gegenüber Placebo brachte und mehr Unverträglichkeiten verursachte.