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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Klinik

Olsen-Klassifikation

Dreistufige klinische Einteilung aktinischer Keratosen nach Dicke und Verhornung. Die Leitlinie hält sie inzwischen für prognostisch nicht ausreichend validiert.

Auch: Olsen-Grad · AK-Grad I–III

Was die Grade beschreiben

Die Einteilung nach Olsen ordnet aktinische Keratosen nach ihrer Dicke und Verhornung in drei Grade. Sie ist in Studien und Fachinformationen allgegenwärtig: Zahlreiche Zulassungen und Empfehlungen waren früher auf Grad I–II beschränkt, und viele Zulassungsstudien haben Grad-III-Läsionen ausdrücklich ausgeschlossen.

Der Grad sagt etwas über das Ansprechen

Für die Tageslicht-PDT nennt die S3-Leitlinie eine klare Abstufung:

GradKomplette Abheilung
I80,2 %
II63,8 %
III39,3 %

Als Vorhersage des Therapieerfolgs taugt der Grad also durchaus.

Was die Leitlinie 2022 dazu sagt

Für die Prognose taugt er nicht. Die Leitlinie stellt fest:

Bestehende klinische und histologische Systeme (z. B. Klassifikation nach Olsen, Graduierung in KIN 1–3, Zählen von Läsionen) sind prognostisch nicht ausreichend validiert und damit im klinischen Alltag entbehrlich.

Deshalb hat Version 2.0 die Gradbeschränkungen aus mehreren Empfehlungen gestrichen — die 5-FU-5-%-Empfehlung galt vorher für „Grad I–II nach Olsen”, jetzt für „einzelne und multiple aktinische Keratosen”.

Was an die Stelle tritt

Die Leitlinie verweist auf integrierende Scores wie AK-FAS und AKASI, die „die standardisierte Befunderhebung für die aktinische Keratose verbessern” — sowohl als Ausgangsbefund vor Therapiebeginn als auch im Verlauf.