- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Rhinophym-Abtragung
Abtragung der knotig verdickten Nasenhaut. Betrifft fast ausschließlich Männer — mit einigen sehr konkreten Vorgaben.
Auch: Knollennase · Rhinophym-Laser
- Wirkprinzip
- Ablative Abtragung des verdickten Talgdrüsengewebes mit CO₂- oder Er:YAG- Laser, einzeln oder in Kombination.
- Körperregion
- Nase
- Sitzungen
- In der Regel eine, je nach Ausprägung mehr
- Ausfallzeit
- Deutlich; offene Wundheilung
- Wirkdauer
- Anhaltend bei behandelter Grunderkrankung
- Hauptrisiko
- Überkorrektur mit Narbenbildung; hohe Schmerzhaftigkeit
Ungeeignet, wenn: gleichzeitig unbehandelte Teleangiektasien bestehen — sie sollten laut Leitlinie vorher in einer gesonderten Sitzung entfernt werden.
Vier Vorgaben aus der Leitlinie
Schmerz. Eine ablative Laserbehandlung bei Rhinophym ist sehr schmerzhaft und kann in Lokalanästhesie nur unbefriedigend durchgeführt werden. Wer eine Behandlung „mal eben” angeboten bekommt, sollte nachfragen, wie die Schmerzausschaltung geplant ist.
Reihenfolge. Bestehen gleichzeitig Teleangiektasien, sollen diese vor der Rhinophymbehandlung in einer gesonderten Sitzung entfernt werden — um das Blutungsrisiko während der Abtragung zu verkleinern.
Bräunung. Stark vorgebräunte Haut soll nicht behandelt werden.
Altes Foto mitbringen. Die Leitlinie empfiehlt, anhand eines älteren Fotos die ursprüngliche Form der Nase zu inspizieren — um eine Überkorrektur mit der Gefahr der Narbenbildung zu vermeiden. Das ist ein ungewöhnlich konkreter, praktischer Hinweis: Ohne Referenz weiß niemand, wie viel abgetragen werden darf.