- Beleglage:Studienlage
- Status:In Deutschland zugelassen
Wirkstoff
Hyaluronsäure
Körpereigenes Polysaccharid, als vernetztes Gel der meistverwendete Filler. Auflösbar — anders als permanente Materialien.
Auch: HA · Hyaluronan
- Anwendung
- Injektion
- Verschreibung
- Rezeptpflichtig
- Wirkprinzip
- Vernetztes Hyaluronsäure-Gel bindet Wasser und hebt Gewebe an. Der Vernetzungsgrad bestimmt die Rückstellkraft und damit die Eignung für knochennahe Konturierung.
- Dosis
- Abhängig von Areal und Präparat; keine belastbare öffentliche Datenquelle für Männerkiefer
- Wirkeintritt
- Sofort sichtbar; Endergebnis nach Abklingen der Schwellung
- Häufige Nebenwirkungen
- Schwellung · Blutergüsse · Druckempfindlichkeit
Ungeeignet, wenn: das Problem erschlaffte Haut oder überschüssiges Fett ist statt fehlendes Volumen.
Der entscheidende Vorteil
Anders als permanente Füllmaterialien ist Hyaluronsäure mit Hyaluronidase auflösbar. Das ist nicht nur bei Unzufriedenheit relevant, sondern der Grund, warum sie bei einer vaskulären Okklusion überhaupt behandelbar ist.
Wer permanente Filler angeboten bekommt, sollte diese Eigenschaft als Erstes abfragen — sie ist der Unterschied zwischen einem korrigierbaren und einem bleibenden Fehler.
Komplikationen
Häufig und vorübergehend sind Schwellung, Blutergüsse und Druckempfindlichkeit.
Die relevante Komplikation ist die vaskuläre Okklusion. Bei Knötchenbildung wird neben Hyaluronidase eine systemische Behandlung mit oralen Steroiden als Stoßtherapie und/oder Doxycyclin beschrieben.