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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Klinik

R-Klassifikation

Angabe, ob nach einer Tumoroperation mikroskopisch noch Tumorgewebe nachweisbar ist. Entscheidet über die Notwendigkeit weiterer Behandlung.

Auch: R0-Resektion · R1 · R2 · Resektionsstatus

Was die Buchstaben bedeuten

  • R0 — kein Residualtumor nachweisbar, der Tumor wurde vollständig im Gesunden entfernt
  • R1 — mikroskopisch ist noch Tumor an den Schnitträndern nachweisbar
  • R2 — makroskopisch verbliebener Tumor

Warum das die Behandlung ändert

Die S3-Leitlinie zum Plattenepithelkarzinom empfiehlt eine postoperative Radiotherapie mit Empfehlungsgrad B unter anderem bei

R1- bzw. R2-Resektion (bei fehlender Möglichkeit der Nachresektion)

Der Zusatz in Klammern ist der entscheidende: Die Bestrahlung ist die zweite Wahl. Erste Wahl bleibt die Nachresektion, wenn sie möglich ist.

Warum die Angabe eingefordert wird

Bei der operativen Entfernung der Cheilitis actinica verlangt die Leitlinie ausdrücklich eine „histologische Aufarbeitung und Angaben zum Status der Resektion”. Ein Operationsbericht ohne R-Angabe ist unvollständig — man weiß danach nicht, ob die Behandlung abgeschlossen ist.

Was positive Schnittränder für die Prognose bedeuten

In einer von der Leitlinie zitierten Analyse zum Gesamtüberleben beim Plattenepithelkarzinom waren positive Schnittränder mit einer Hazard Ratio von 2,34 (p = 0,0008) verbunden.