- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Warzenbehandlung mit Laser
Laserbehandlung hartnäckiger Warzen an Händen und Füßen, meist nach Versagen anderer Verfahren.
Auch: Verrucae vulgares · Dornwarzen
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Hände · Füße
- Sitzungen
- Mehrere
- Ausfallzeit
- Kurz bis mittel
- Wirkdauer
- Rezidive häufig
- Hauptrisiko
- Schmerzhaftigkeit, Narbenbildung an der Fußsohle
Ungeeignet, wenn: einfachere Verfahren noch nicht ausgeschöpft sind — Warzen heilen häufig auch ohne Behandlung ab.
Empfehlungen
Für Verrucae vulgares sowie Verrucae palmares et plantares nennt die Leitlinie:
- 595-nm-Farbstofflaser (gepulst), gegebenenfalls in Kombination mit anderen Therapiemodalitäten: kann empfohlen werden (↑, 100 Prozent)
- 1.064-nm-Nd:YAG-Laser (gepulst): kann erwogen werden (0)
- 2.940-nm-Er:YAG-Laser und 10.600-nm-CO₂-Laser (ablativ): können empfohlen werden (↑)
Einordnung
Warzen werden durch humane Papillomviren verursacht und heilen häufig spontan ab. Der Laser entfernt die Läsion, nicht die Infektion — Rezidive sind deshalb häufig.
Sinnvoll ist das Verfahren vor allem bei hartnäckigen, schmerzhaften oder störenden Befunden, nachdem einfachere Maßnahmen ausgeschöpft sind.