- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Verbrennungsnarben
Großflächige Narben nach thermischer Verletzung. Die Leitlinie behandelt sie als eigene Kategorie.
Auch: Verbrühungsnarben
- Wirkprinzip
- Fraktionierte Verfahren regen den Umbau des Narbenkollagens an; Gefäßlaser reduzieren die Rötung stärker vaskularisierter Anteile.
- Körperregion
- Körper
- Sitzungen
- Mehrere über längere Zeit
- Ausfallzeit
- Je nach Verfahren
- Wirkdauer
- Anhaltende Verbesserung von Textur und Farbe
- Hauptrisiko
- Pigmentverschiebung, besonders bei dunkleren Hauttypen
Ungeeignet, wenn: die Narbe noch frisch und aktiv entzündet ist — dann steht die Wundversorgung vor der Korrektur.
Eigene Kategorie
Die Lasertherapie-Leitlinie behandelt Verbrennungs- und Verbrühungsnarben in einem eigenen Abschnitt, getrennt von atrophen und hypertrophen Narben sowie Keloiden.
Der Grund liegt in ihrer Beschaffenheit: Sie kombinieren häufig mehrere Narbentypen auf großer Fläche — atrophe Areale neben hypertrophen Strängen, dazu Pigmentverschiebungen und Kontrakturen.
Was daraus folgt
Eine einzelne Methode reicht selten. Für die erythematösen Anteile nennt die Leitlinie bei verwandten Narbentypen Farbstofflaser und IPL, für die Texturveränderung fraktionierte Verfahren — ablativ oder nicht-ablativ, je nach tolerierbarer Ausfallzeit.
Ergänzend gilt der allgemeine Hinweis der Leitlinie zur Nachbehandlung: Solange Neben- und Nachwirkungen bestehen, ist konsequenter Lichtschutz erforderlich. Bei großflächigen Narben ist das keine Nebensache.