- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Sinus pilonidalis
Entzündeter Haarnestgang in der Steißbeinregion. Betrifft überwiegend junge Männer.
Auch: Steißbeinfistel · Pilonidalsinus
- Wirkprinzip
- Laserepilation entfernt die Haare, die den Gang unterhalten; ablative Verfahren tragen Gangstrukturen ab.
- Körperregion
- Steißbein · Gesäß
- Sitzungen
- Mehrere
- Ausfallzeit
- Je nach Verfahren
- Wirkdauer
- Rezidivprophylaxe, keine Einmalbehandlung
- Hauptrisiko
- Rezidiv bei unvollständiger Haarentfernung
Ungeeignet, wenn: ein akuter Abszess vorliegt — der muss zuerst chirurgisch versorgt werden.
Was es ist
Beim Sinus pilonidalis dringen abgebrochene Haare in die Haut der Steißbeinregion ein und unterhalten dort einen chronisch entzündeten Gang. Betroffen sind überwiegend junge Männer mit kräftiger Körperbehaarung, oft mit langen Sitzzeiten.
Die Lasertherapie-Leitlinie behandelt ihn im Kapitel der entzündlichen Dermatosen, gemeinsam mit Akne inversa.
Warum Haarentfernung dazugehört
Der Auslöser sind Haare. Solange in der Rima ani kräftiges Haar nachwächst, bleibt die Ursache bestehen — unabhängig davon, wie gut ein Gang chirurgisch versorgt wurde.
Die Laserepilation ist deshalb in erster Linie Rezidivprophylaxe. Sie ersetzt die chirurgische Versorgung eines akuten Befundes nicht.
Für die Erfolgsaussicht gelten dieselben Bedingungen wie bei jeder Laserepilation: Es braucht Kontrast zwischen dunklem Haar und hellerer Haut, mehrere Sitzungen wegen der Anagenphase, und der Hauttyp begrenzt die Parameterwahl.