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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer
  • Beleglage:Leitlinie
  • Status:In Deutschland zugelassen

Energiebasierte Verfahren

Phototherapie der Hände

Lichttherapie bei chronischem Handekzem, das auf topische Steroide nicht anspricht. Empfehlungsstärke ↑ bei 100 Prozent Zustimmung.

Auch: topische PUVA · Schmalband-UVB · UVA1

Wirkprinzip
UV-Strahlung definierter Wellenlänge unterdrückt die lokale Immunreaktion in der Haut. Eingesetzt werden topische PUVA (Psoralen plus UVA), Schmalband-UVB und UVA1 gezielt an den Händen.
Körperregion
Hände
Sitzungen
Serie über mehrere Wochen, mehrmals wöchentlich
Ausfallzeit
Keine, aber regelmäßige Termine erforderlich
Wirkdauer
Rezidive ohne Vermeidung der Auslöser möglich
Hauptrisiko
Kumulative UV-Dosis und die daraus folgende Hautalterung und Karzinogenität

Ungeeignet, wenn: es sich um Kinder oder Jugendliche unter zwölf Jahren handelt — die Leitlinie nennt dafür die erhebliche Langzeitgefährdung.

Die Empfehlung

S2k-Leitlinie Handekzem, Empfehlung (↑, 100 % Zustimmung):

Bei erwachsenen Patient*innen mit moderat bis schwerem CHE, das therapierefraktär auf topische Glukokortikoide ist, sollte eine Phototherapie (topische PUVA, Schmalband-UVB, UVA1) der Hände erfolgen.

CHE steht für chronisches Handekzem.

Die Bedingung im Satz

„Therapierefraktär auf topische Glukokortikoide” ist keine Floskel. Die Phototherapie steht in der Leitlinie nach der topischen Behandlung, nicht neben ihr. Wer sie angeboten bekommt, sollte wissen, dass die vorherige Stufe ausgeschöpft sein sollte.

Drei Varianten

  • Topische PUVA — Psoralen wird örtlich aufgetragen und die Haut anschließend mit UVA bestrahlt. Die Substanz macht die Haut lichtempfindlich.
  • Schmalband-UVB — ein enges Wellenlängenband ohne Photosensibilisator.
  • UVA1 — der langwelligere UVA-Anteil, der tiefer eindringt.

Der Preis

UV-Therapie ist wirksame Medizin mit einer Rechnung, die später kommt: Jede Sitzung addiert sich zur kumulativen UV-Dosis, dem wichtigsten Risikofaktor für hellen Hautkrebs. Deshalb ist die Serie begrenzt und wird dokumentiert.

Die Altersgrenze

Die S1-Leitlinie Kontaktekzem formuliert es allgemein:

Allgemein wird die Phototherapie bei Kindern und Jugendlichen (< 12 Jahre) wegen erheblicher Langzeitgefährdung nicht eingesetzt.

Was danach kommt

Bleibt auch die Phototherapie ohne Erfolg, nennt die Leitlinie systemische Optionen. Für systemische Glukokortikoide gilt dabei laut S1-Leitlinie Kontaktekzem: Der Einsatz „sollte ausgeprägten und therapierefraktären Kontaktekzemen vorbehalten bleiben und dann nur kurzfristig für max. 7 Tage mit schrittweiser Reduktion”.