Lexikon · Klinik
Handekzem
Ekzem der Hände, häufig berufsbedingt. Eine der häufigsten Berufskrankheiten überhaupt.
Auch: Chronisches Handekzem · CHE
Das Handekzem ist eine der häufigsten Berufsdermatosen. Die Leitlinie verweist auf beträchtliche berufliche, häusliche, soziale und psychologische Belastungen sowie erhebliche gesundheitsökonomische und sozialmedizinische Auswirkungen.
Die Basistherapie richtet sich nach der Morphe
Die Leitlinie ordnet die unterstützende Lokaltherapie nach dem Erscheinungsbild:
| Erscheinungsbild | Angestrebte Wirkung | Beispiele |
|---|---|---|
| vesikulär, „dyshidrosiform” | austrocknend, adstringierend | synthetische Gerbstoffe, Lotio alba, (fett-)feuchte Umschläge |
| nässend, superinfiziert | austrocknend, desinfizierend | entsprechende Externa |
Bei Kombination mit einer Hyperhidrose nennt sie zusätzlich Aluminiumchloridhexahydrat und die Leitungswasseriontophorese.
Warum das hier steht
Handekzeme sind kein ästhetisches Thema — aber sie treffen Männer in handwerklichen und pflegenden Berufen überproportional, und sie werden lange als „trockene Hände” abgetan.
Der Übergang von einer Barrierestörung zum chronischen Ekzem ist fließend. Wer im Winter jedes Jahr Risse an den Fingerkuppen bekommt, ist bereits auf diesem Weg.