- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Naevus sebaceus
Angeborene, meist behaarungsfreie gelbliche Plaque an Kopfhaut oder Gesicht.
Auch: Talgdrüsennävus
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Kopfhaut · Gesicht
- Sitzungen
- Je nach Größe
- Ausfallzeit
- Deutlich
- Wirkdauer
- Rezidive möglich
- Hauptrisiko
- Narbenbildung; Rezidivrisiko deutlich höher als bei Nasenpapeln
Ungeeignet, wenn: eine vollständige narbenfreie Entfernung erwartet wird — bei vollständiger Entfernung entsteht größenabhängig eine Narbe.
Empfehlungen
Ablativ, beide mit starker Empfehlung (↑↑, jeweils 100 %):
- 10.600-nm-CO₂-Laser (flächig gescannt)
- 2.940-nm-Er:YAG-Laser (traditionell ablativ)
Die Aufklärung, die dazugehört
Die Leitlinie formuliert es für diese Gruppe ungewöhnlich direkt: Bei vollständiger Entfernung ohne Rezidiv entsteht abhängig von der Größe eine Narbe. Das Risiko dafür — beziehungsweise das Rezidivrisiko — ist deutlich höher als etwa bei der Behandlung von Nasenpapeln.
Das ist die ehrliche Auskunft: Entweder Narbe oder Rezidiv. Ein Ergebnis, bei dem weder das eine noch das andere eintritt, ist die Ausnahme.
Ein Naevus sebaceus sitzt häufig an der Kopfhaut und fällt bei lichtem Haar zunehmend auf — ein Grund, warum das Thema Männer oft erst im mittleren Lebensalter erreicht.