- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Wirkstoff
OnabotulinumtoxinA
Botulinumtoxin Typ A. Das am längsten eingesetzte Präparat der ästhetischen Medizin.
Auch: Botox · Vistabel · Allergan U
- Anwendung
- Injektion
- Verschreibung
- Rezeptpflichtig
- Wirkprinzip
- Hemmt die Freisetzung von Acetylcholin an der motorischen Endplatte, indem es das Fusionsprotein SNAP-25 spaltet.
- Dosis
- Glabella 5 Punkte à 4 IE; Stirn Frauen 4–16 IE, Männer 10–20 IE; Krähenfüße 2–4 IE je Punkt
- Wirkeintritt
- Erste Wirkung 12–48 Stunden, maximaler Effekt nach 3–10 Tagen
- Häufige Nebenwirkungen
- Hämatome · vorübergehende Kopfschmerzen · Asymmetrie · Brauen- oder Lidptose
Ungeeignet, wenn: eine neuromuskuläre Erkrankung, eine Entzündung an der Injektionsstelle, eine Überempfindlichkeit gegen Bestandteile oder eine Schwangerschaft beziehungsweise Stillzeit vorliegt.
Einordnung
OnabotulinumtoxinA wird in Allergan-Einheiten dosiert. Zu IncobotulinumtoxinA besteht ein Vergleichsfaktor von etwa 1:1, zu AbobotulinumtoxinA von etwa 1:2,5.
Rekonstituiert wird mit 0,9-prozentiger Natriumchloridlösung: 50 bzw. 100 Einheiten in 1,25 bzw. 2,5 ml.
Wirkdauer
Die Nervenenden erlangen ihre Funktion etwa drei Monate nach der Denervierung wieder, sobald SNAP-25 neu gebildet ist. Die Erholung läuft parallel über kollaterales Aussprossen des Axons.
Therapieversagen
Als Protein kann Botulinumtoxin A Ziel einer Antikörperbildung werden, insbesondere nach wiederholten Injektionen mit hohen Dosierungen. Bei zervikaler Dystonie — mit deutlich höheren Dosen — traten bei 2 bis 5 Prozent Antikörper auf.