- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Wirkstoff
IncobotulinumtoxinA
Botulinumtoxin Typ A ohne Komplexproteine. Einheiten etwa 1:1 zu OnabotulinumtoxinA.
Auch: Xeomin · Bocouture · Merz U
- Anwendung
- Injektion
- Verschreibung
- Rezeptpflichtig
- Wirkprinzip
- Wie andere Typ-A-Präparate Hemmung der Acetylcholin-Freisetzung; die Zubereitung enthält keine Komplexproteine.
- Dosis
- Wie OnabotulinumtoxinA; Vergleichsfaktor etwa 1:1
- Wirkeintritt
- Erste Wirkung 12–48 Stunden, maximaler Effekt nach 3–10 Tagen
- Häufige Nebenwirkungen
- Hämatome · vorübergehende Kopfschmerzen · Asymmetrie
Ungeeignet, wenn: dieselben Gegenanzeigen wie bei anderen Botulinumtoxin-A-Präparaten vorliegen.
Besonderheit
IncobotulinumtoxinA enthält keine Komplexproteine. Ob daraus ein geringeres Risiko einer Antikörperbildung folgt, ist Gegenstand der Diskussion — die deutsche Leitlinie führt dazu keine abschließende Bewertung.
Zulassung nach Areal
Für horizontale Stirnfalten liegt die Zulassung nur für Inco- und OnabotulinumtoxinA vor, nicht für AbobotulinumtoxinA. Für Glabella und Krähenfüße sind alle drei zugelassen.
Rekonstitution
50 bzw. 100 Einheiten werden in 1,25 bzw. 2,5 ml steriler, konservierungsmittelfreier Natriumchloridlösung gelöst, sodass 0,1 ml genau 4 Einheiten enthalten.