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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Klinik

Risikofaktoren für das Melanom

Die Leitlinie nennt vier erworbene Risikofaktoren — bei 100 Prozent Konsens.

Auch: Melanomrisiko

Die S3-Leitlinie zur Prävention von Hautkrebs führt ein konsensbasiertes Statement mit 100 Prozent Konsensstärke. Die wichtigen erworbenen Risikofaktoren für das maligne Melanom sind:

  1. Melanom in der Vorgeschichte
  2. Melanom in der Familienanamnese
  3. Anzahl erworbener Nävi
  4. klinisch atypische Nävi

Unterschiedliche UV-Muster für unterschiedliche Tumoren

Die Leitlinie unterscheidet weiter:

  • Die Wahrscheinlichkeit, an einem Plattenepithelkarzinom zu erkranken, korreliert mit der kumulativen UV-Dosis eines Lebens.
  • Für das Basalzellkarzinom scheinen sowohl die kumulative als auch intermittierende UV-Exposition und Sonnenbrände von Bedeutung zu sein.
  • Das maligne Melanom tritt aufgrund intermittierender UV-Exposition und schwerer Sonnenbrände in Kindheit und Jugend auf.

Wer besonders betroffen ist

Melanome treten sehr häufig bei hellhäutigen Menschen mit roten oder blonden Haaren auf (Hauttyp I), die zur Sommersprossenbildung neigen, nicht bräunen und sehr leicht einen Sonnenbrand erleiden. Es besteht ein Zusammenhang mit spezifischen Mutationen im Melanocortin-1-Rezeptor.

Das erklärt, warum der Zwei-Wochen-Urlaub mit Sonnenbrand ein anderes Risiko trägt als tägliche Außenarbeit — und warum beide Muster zählen.