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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Klinik

Kontaktallergie ohne Ekzem

Eine Kontaktallergie muss nicht wie ein Ekzem aussehen. Die Leitlinie listet neun Erscheinungsbilder, die als andere Hautkrankheit imponieren.

Auch: Nichtekzematöse Kontaktreaktionen

Warum das wichtig ist

Weil eine Kontaktallergie, die nicht wie ein Ekzem aussieht, nicht wie eine Kontaktallergie behandelt wird. Die S1-Leitlinie Kontaktekzem beschreibt Läsionen, „die klinisch nicht als Ekzem, sondern als andere Hautkrankheit imponieren”.

Die Liste

ErscheinungsbildTypische Auslöser laut Leitlinie
Erythema-multiforme-artige Reaktionentopische Medikamente (Antiphlogistika, Antibiotika), pflanzliche Allergene
Pigmentierte Purpura bzw. pigmentierte KontaktdermatitisFarbstoffe, Gummiallergene
Lichen-planus-artige (lichenoide) Reaktionenbei Mundschleimhautbefall dentale Allergene (Metalle, Quecksilberverbindungen)
Bullöse, knotig-papulöse und pustulöse Reaktioneninsbesondere Metalle
Lymphomatoide oder primär dermal lokalisierte VariantenMetalle, Hydrochinon
Primär ödematöse Reaktionenp-Phenylendiamin, Azofarbstoffe
Granulomatöse ReaktionenMetallsalze etwa in Tätowierungen (Differenzialdiagnose: Sarkoidose)
Sklerodermieartige Veränderungeninsbesondere organische Lösemittel
Chronisch diskoide Lupus-erythematodes-Herde im GesichtKontaktstoffe in Externa

Die zwei Einträge, die hier besonders interessieren

Granulomatöse Reaktionen auf Metallsalze in Tätowierungen. Ein Knoten in einem Tattoo ist nicht automatisch eine Infektion oder eine Narbe. Die Leitlinie nennt ausdrücklich die Differenzialdiagnose Sarkoidose — und die Kontaktallergie als mögliche Ursache.

Primär ödematöse Reaktionen auf p-Phenylendiamin. PPD ist der klassische Haarfarbstoff. Eine geschwollene Kopfhaut oder ein geschwollenes Gesicht nach dem Färben ist ein bekanntes Bild — es sieht nur nicht nach Ekzem aus.