- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Schmutztätowierung
Eingesprengte Fremdpartikel nach Unfällen. Ohne Behandlung bleiben sie dauerhaft sichtbar.
Auch: traumatische Tätowierung
- Wirkprinzip
- Sehr kurze Impulse zersprengen die Fremdpartikel; die Bruchstücke werden abtransportiert.
- Körperregion
- Gesicht · Hände · Knie
- Sitzungen
- Mehrere
- Ausfallzeit
- Kurz
- Wirkdauer
- Dauerhaft
- Hauptrisiko
- Paradoxe Farbveränderung bei bestimmten Metallpigmenten
Ungeeignet, wenn: die Verletzung frisch ist — dann ist die mechanische Reinigung der Wunde wirksamer und einfacher.
Wie sie entsteht
Bei Stürzen auf Asphalt oder Schotter, bei Explosionen oder Arbeitsunfällen gelangen Fremdpartikel in die Haut und werden bei der Wundheilung eingeschlossen. Zurück bleibt eine graue oder blaue Verfärbung, die sich nicht auswäscht.
Die Lasertherapie-Leitlinie behandelt sie gemeinsam mit den Metallablagerungen — etwa Amalgam oder Eisen — in einem Abschnitt.
Was hilft
Wie bei der Tätowierungsentfernung sind gütegeschaltete Laser im Piko- oder Nanosekundenbereich das Mittel der Wahl. Für Metallablagerungen empfiehlt die Leitlinie ausdrücklich Rubin-, KTP-, Alexandrit- und Nd:YAG-Laser in diesem Zeitbereich (↑↑) — und rät von IPL ausdrücklich ab (↓).
Der Grund ist die thermische Relaxationszeit: Sehr kleine Partikel brauchen extrem kurze Impulse.
Der Zeitpunkt
Am einfachsten ist die Entfernung unmittelbar nach der Verletzung durch gründliche mechanische Wundreinigung. Ist die Wunde erst verheilt, wird es aufwendig — und fällt unter den Arztvorbehalt der NiSV.