- Beleglage:Leitlinie
- Status:Off-Label in Deutschland
Injektionen
Botulinumtoxin — Gummy Smile
Behandlung des sichtbaren Zahnfleischs beim Lächeln durch Schwächung der Oberlippenheber.
Auch: Zahnfleischlächeln
- Wirkprinzip
- Hemmt die Acetylcholin-Freisetzung an der motorischen Endplatte und schwächt so den Zielmuskel.
- Körperregion
- Oberlippe · Nase
- Sitzungen
- Je Seite 3–5 IE bzw. 7,5–12,5 Speywood E
- Ausfallzeit
- Keine
- Wirkdauer
- Rund drei Monate
- Hauptrisiko
- Asymmetrisches Lächeln bei ungleicher Verteilung
Ungeeignet, wenn: die Ursache eine knöcherne oder zahnbedingte ist und nicht die Muskelaktivität.
Zielmuskel und Dosis
Ziel ist der Musculus levator labii superioris alaeque nasi, gegebenenfalls Anteile des Musculus levator labii superioris und des Musculus zygomaticus minor.
Die Leitlinie nennt als mittlere Gesamtdosis je Seite 3 bis 5 Einheiten Inco- oder OnabotulinumtoxinA beziehungsweise 7,5 bis 12,5 Speywood-Einheiten.
Einordnung
Die Leitlinie führt das Zahnfleischlächeln unter den selteneren Indikationen, die in der Literatur an Bedeutung gewinnen. Es handelt sich um eine Off-Label-Anwendung.
Wichtig ist die Ursachenklärung vorab: Ein sichtbares Zahnfleisch kann durch überaktive Muskulatur entstehen — dann ist die Behandlung sinnvoll —, aber auch durch die Länge der Oberlippe, die Zahnstellung oder den Kieferbau. In diesen Fällen wirkt Botulinumtoxin nicht oder erzeugt ein unnatürliches Lächeln.