- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Flachwarzen
Kleine, flache Warzen, oft im Gesicht und am Handrücken. Behandlung ist heikel wegen der Zahl der Läsionen.
Auch: Verrucae planae juveniles · plane Warzen
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Gesicht · Hände
- Sitzungen
- Mehrere
- Ausfallzeit
- Kurz
- Wirkdauer
- Rezidive möglich
- Hauptrisiko
- Narbenbildung bei flächiger Behandlung im Gesicht
Ungeeignet, wenn: sehr viele Läsionen im Gesicht bestehen — das Narbenrisiko summiert sich.
Empfehlungen
- 585- oder 595-nm-Farbstofflaser (gepulst): kann empfohlen werden (↑, 100 %)
- 532-nm-KTP-Laser: kann erwogen werden (0, 100 %)
- 10.600-nm-CO₂-Laser und Er:YAG-Laser (ablativ): können erwogen werden (0)
Die Besonderheit
Flachwarzen treten typischerweise in großer Zahl auf, oft im Gesicht und am Handrücken — und bei Männern gern im Bartbereich, wo die Rasur sie weiter verschleppt.
Genau daraus ergibt sich das Abwägungsproblem: Jede einzelne Läsion ist klein und harmlos, aber eine ablative Behandlung von dreißig Läsionen im Gesicht erzeugt dreißig kleine Wunden.
Die stärkere Empfehlung für den Farbstofflaser passt dazu — er wirkt über die Gefäßversorgung, ohne die Oberfläche zu verletzen.
Praktischer Hinweis bei Befall im Bartbereich: Solange behandelt wird, verbreitet die Nassrasur die Viren weiter. Ein Umstieg auf einen Trockenrasierer für diese Zeit ist die naheliegende Maßnahme.