- Beleglage:Studienlage
- Status:In Deutschland zugelassen
Wirkstoff
Salicylsäure
Fettlösliche Säure, die in die Follikelöffnung eindringt. Mittel der Wahl bei eingewachsenen Barthaaren und Komedonen.
Auch: BHA · Beta-Hydroxysäure
- Anwendung
- Äußerlich
- Verschreibung
- Frei verkäuflich
- Wirkprinzip
- Löst Verbindungen zwischen Hornzellen und dringt aufgrund ihrer Fettlöslichkeit in den Talgfollikel ein.
- Dosis
- 2 % zwei- bis dreimal wöchentlich auf die betroffene Zone
- Wirkeintritt
- Über Wochen
- Häufige Nebenwirkungen
- Trockenheit · Reizung bei zu häufiger Anwendung
- Nicht kombinieren mit
- Tretinoin am selben Abend
Ungeeignet, wenn: die Hautbarriere bereits gestört ist: Dann verschlimmert weiteres Exfolieren den Zustand.
Warum sie bei Rasurbeulen wirkt
Bei der Pseudofolliculitis barbae verstopft die Follikelöffnung und das nachwachsende Haar findet keinen Weg nach außen. Salicylsäure hält die Öffnung frei — chemisch statt mechanisch, und damit schonender als jedes Körnchenpeeling auf ohnehin gereizter Rasurhaut.
Anwendung
Zwei- bis dreimal pro Woche abends auf die betroffene Zone, nicht täglich und nicht am selben Abend wie Tretinoin.
Bei akut entzündeten Stellen gilt trotzdem: drei bis vier Tage Rasurpause sind die einzige zuverlässige Sofortmaßnahme. Ausdrücken verlängert die Entzündung und erhöht das Risiko dunkler Flecken.