Lexikon · Klinik
Brauenptose
Absinken der Augenbraue nach zu weit unten oder zu großflächig gesetzter Behandlung des Stirnmuskels.
Auch: Augenbrauenptosis
Die Brauenptose ist die klassische Fehlwirkung der Stirnbehandlung. Da der Musculus frontalis der einzige Heber der Augenbraue ist, führt seine zu starke oder zu tief angesetzte Schwächung dazu, dass die Braue absinkt. Das Oberlid wirkt schwerer, der Blick müder — das Gegenteil des Gewünschten.
Die deutsche Leitlinie führt sie unter den Komplikationen der Stirnbehandlung auf und benennt zwei Risikogruppen ausdrücklich: vorbestehende Elastose und Männer.
Sie kann auch als Folge der Glabellabehandlung entstehen, wenn zu weit kranial injiziert wird und der Wirkstoff in Anteile des Frontalis diffundiert.
Behandelbar ist sie nicht; man wartet das Nachlassen der Wirkung ab. Das ist ein wesentliches Argument dafür, die Erstbehandlung nicht mit einem besonders lange wirkenden Präparat zu machen.