- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Naevus Ota, Hori und Ito
Angeborene oder erworbene dermale Pigmentierungen. Zwei Verfahren werden ausdrücklich nicht empfohlen.
Auch: Naevus Ota · Naevus Hori · Naevus Ito
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Gesicht · Schulter
- Sitzungen
- Viele
- Ausfallzeit
- Kurz
- Wirkdauer
- Rezidive möglich
- Hauptrisiko
- Pigmentverschiebung; unvollständige Aufhellung
Ungeeignet, wenn: ein Farbstoff-, KTP- oder Alexandritlaser im Millisekundenbereich oder IPL eingesetzt werden soll — beides wird ausdrücklich nicht empfohlen.
Empfehlungen
Kann erwogen werden (0, jeweils 100 %) zur Entfernung des Pigments: gütegeschalteter 694-nm-Rubinlaser und 532-nm-KTP-Laser im Piko- oder Nanosekundenbereich; gütegeschalteter 755-nm-Alexandrit- oder 1.064-nm-Nd:YAG-Laser im Piko- oder Nanosekundenbereich.
Wird nicht empfohlen (↓, jeweils 100 % Konsens):
- 595–585-nm-Farbstofflaser (gepulst), 532-nm-KTP-Laser und 755-nm-Alexandritlaser im kurzen Millisekundenbereich
- IPL
Warum die Impulsdauer hier alles entscheidet
Dieselben Wellenlängen stehen einmal unter „kann erwogen werden” und einmal unter „wird nicht empfohlen” — der Unterschied ist allein die Impulsdauer.
Das Pigment liegt hier tief in der Lederhaut und in sehr kleinen Partikeln. Nach dem Prinzip der thermischen Relaxationszeit brauchen kleine Zielstrukturen extrem kurze Impulse. Ein Millisekunden-Impuls erhitzt stattdessen das Umgebungsgewebe — mit Vernarbung als möglicher Folge.
Wer ein Angebot mit „Alexandritlaser” bekommt, muss also nachfragen, in welchem Zeitbereich gearbeitet wird. Der Gerätename allein sagt hier nichts.